Wirtschaftswoche Teltow-Fläming 2017
  Wirtschaftswoche 2017 | Die Eröffnung


Blick ins PublikumInnovation auf der Couch
Wirtschaftswoche Teltow-Fläming öffnet mit Talk-Runde und Science Slam

Mit einem durch das Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung des Landkreises und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) organisierten Abend zum Thema Innovation startete die diesjährige Wirtschaftswoche „Teltow-Fläming innovativ“.

Landrätin Kornelia WehlanBevor Amtsleiter Siegmund Trebschuh das Programm vorstellte, begrüßte Landrätin Kornelia Wehlan die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung und dankte Organisatoren und beteiligten Kommunen.

Für diesen Abend wurde eine Talk-Runde als neues Format gewählt, die durch Tilo Höhnisch (Förderberater der ILB) moderiert wurde. Neben der Landrätin nahmen auf der roten Couch Platz: Hendrik Fischer (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie), Tillmann Stenger (Vorstand der ILB), Prof. Dr. Mario Tobias (Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam) und Jörg Peschke (Kreishandwerksmeister).

Zur Lage und den Zukunftschancen in Teltow-Fläming konstatierte die Landrätin einen guten Stand vor allem dank dem Mix aus Global Playern und Mittelstand. Risiken sieht sie in der Fachkräftesituation unter anderem bei den Pflegeberufen. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass „der Wirtschaftskorridor Berlin-Brandenburg mehr als Power-Region empfunden wird“. Die Wachstumsregion muss Fragen nach Wohnraum, Kita-Plätzen und öffentlichem Nahverkehr beantworten können.

Die Talk-Runde auf der CouchTillmann Stenger sieht in der gegenwärtigen Niedrigzinspolitik Chancen für weitere Investitionen sowie für die öffentlichen Haushalte und deren Wirtschaftsförderung. Ein kurzfristiger Schwenk sei wohl nicht zu erwarten. Auch wenn die Baupreise auf einem hohen Stand sind, gebe es keine Immobilienblase, allerdings Standorte „mit Übertreibungen“. Für ihn ist es wichtig, nicht nur über technische oder Verfahrensinnovation zu sprechen, sondern über soziale Innovation und die entsprechenden Fördermittel.

Mario Tobias freut sich über die branchenübergreifende positive Entwicklung. Bei den Rahmenbedingungen nennen zwei Drittel der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Hindernis, danach folgen Infrastruktur- und Breitbandausbau. Für Teltow-Fläming konnten 470 Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, doch „es sind noch Dutzende Stellen offen“. Beim Digitalisierungsprozess wird die IHK Potsdam mit der zweitgrößten Kammerfläche in Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen.

Landtagsabgeordneter Helmut Barthel hat FragenHendrik Fischer legt Wert darauf, dass trotz fortschreitender Digitalisierung auch künftig die Schaffung von Arbeitsplätzen im Fokus steht. Voraussetzung dafür ist natürlich die entsprechende Infrastruktur, im laufenden Landeshaushalt sind dank Koalition und Abgeordneten allein 80 Millionen Euro für den Breitbandausbau eingestellt worden, was in den kommenden zwei Jahren zu signifikanten Verbesserungen führen soll. Die Digitalisierung wird nicht nur die Wirtschaft, sondern „die gesamte Gesellschaft treffen“. Die Themen e-Government oder Cloud-Lösungen für die Schulen werden uns als Zukunftsaufgabe beschäftigen.

Auch am Handwerk geht Innovation nicht spurlos vorbei, sagt Jörg Peschke. Es werden händeringend Leute gesucht, „die unsere moderne Technik bedienen können“. Hier sei der Fokus auf die Schulen und die Berufsausbildung zu legen. Er sieht mehr Potenzial in der engen Zusammenarbeit zwischen IHK und Handwerkskammer, am liebsten würde er beide Kammern „zusammenführen“, meint er nur halb im Scherz.

Dr. Katja Puteanus-BirkenbachNach der Diskussion von Zuschauerfragen, die sich zum großen Teil mit der Digitalisierung in der Bildung beschäftigen, übergibt die Talk-Runde das Mikrofon an Dr. Katja Puteanus-Birkenbach. Unter dem Titel „Innovate or die“ gibt die Wissenschaftlerin der Universität Potsdam „Schlaglichter persönlicher Erkenntnisse“ preis. Sie unterscheidet zwischen evolutionärer und disruptiver Innovation, beide Seiten – die kreative und die planbare – sind zu beherrschen. Beginnen soll es mit dem kreativen Prozess, denn „Innovation bedeutet Unsicherheit“.

Science Slammer Cem AvsarFörderberater Dietmar Koske stellt die ILB-Förderung zu den Themen Innovation und Investition vor, bevor Science Slammer Cem Avsar in lockerer Form den Abschluss übernimmt. Der Forscher vom Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin hatte gemeinsam mit Studenten einen Mars-Rover in 200 Tagen gebaut. Während der Roboter beim SpaceBot Cup 2013 noch floppte, konnte er zwei Jahre später alle Aufgaben erfolgreich meistern.

Text + Bilder: Gerald Bornschein

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Siegmund Trebschuh stellt das Programm der Wirtschaftswoche vorModerator Tilo Hönisch (ILB)Förderberater Dietmar Koske (ILB)
 


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